Fidelity: Positiver Ausblick trotz jüngster Verkaufswelle
Trevor Greetham, Leiter taktische Asset Allocation bei Fidelity
Trevor Greetham, Leiter taktische Asset Allocation,
und Carsten Roemheld, Kapitalmarktstratege bei Fidelity
Worldwide Investment:
- Fed dürfte sich aktienfreundlich verhalten und eventuell
auch eine Verschiebung der angekündigten Leitzinserhöhung ins
Auge fassen
- Ausblick vor allem für US-Aktien positiv
- Historische Betrachtung spricht für deutliche Erholung
in den kommenden 12 Monaten
Trevor Greetham:
"In den vergangenen Tagen haben wir eine starke Verkaufswelle an
den Aktienmärkten gesehen. Dies war nicht zuletzt eine Reaktion
auf die schwachen Wirtschaftsdaten aus Deutschland und China. Das
Anlegervertrauen ist aktuell gering. Andererseits ist der
Wachstumstrend in den USA robust, und die jüngst erst wieder
gesunkenen Hypothekenzinsen sowie die fallenden Benzinpreise
stärken in den USA weiter den Konsum. Tatsächlich führen die
fallenden Öl- und Rohstoffpreise zu disinflationären Tendenzen.
Ich gehe daher davon aus, dass die US-Notenbank Fed sich
aktienmarktfreundlich verhält und möglicherweise auch eine
Verschiebung der geplanten Leitzinserhöhung ins Auge fasst.
In den kommenden Monaten erwarte ich daher nach dem aktuellen
Rücksetzer wieder steigende Märkte. Vor allem US-Aktien sehe
ich positiv. Wir haben Aktien in unseren Multi-Asset-Fonds
deshalb übergewichtet und nutzen die Schwächephase zum Nachkaufen.
Allerdings bin ich besorgt, dass der Abschwung in China an Fahrt
gewinnen könnte, was dazu führt, dass ich Rohstoffe und
Schwellenländer untergewichtet habe."
Carsten Roemheld
Carsten Roemheld:
"Dank dem Aufwärtstrend der US-Wirtschaft, deren Ausblick
grundsätzlich weiter positiv bleibt, waren die Schwankungen an
den Aktienmärkten in den vergangenen beiden Jahren bisher
relativ gering. Nun hat der S&P 500 Index seit seinem September-
Hoch bis 14. Oktober rund 7 Prozent verloren. Betrachtet man
sich die historische Entwicklung, hat der S&P 500 seit 1950 in
24 Fällen in einem Dreimonatszeitraum mehr als 13 Prozent ein-
gebüßt. In 15 dieser 24 Fälle hat er in den folgenden zwölf
Monaten danach um mehr als 20 Prozent zugelegt."
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