Jennison Associates | Vom E-Commerce zur Sofortlieferung: Quick Commerce
Sara Moreno, Portfoliomanagerin Emerging Markets Equity bei Jennison Associates
- Chancen in den Schwellenländern aufgrund „Quick Commerce“
Die Unternehmensgewinne werden 2026 in den Schwellenländern voraussichtlich stark wachsen. Besonders technologielastige Märkte wie Südkorea, Taiwan und China profitieren dabei von der Nachfrage im Zusammenhang mit KI. So hat die Offenheit der Verbraucher für digitale Plattformen visionären Unternehmen in den Schwellenländern ermöglicht, kostspielige Investitionen in physische Infrastruktur (etwa Bankfilialen oder Ladengeschäfte) zu vermeiden und etablierte Anbieter erfolgreich herauszufordern.
Eindrückliche Beispiele für diese Disruption finden sich auch im Fintech- und E-Commerce-Sektor. Noch heute hat ein großer Teil der Bevölkerung in den Schwellenländern keinen oder nur einen unzureichenden Zugang zu Bankdienstleistungen. Viele Menschen verfügen nicht einmal über ein sicheres Konto, geschweige denn eine Kreditkarte. In der Vergangenheit wurden diese potenziellen Kunden von den traditionellen Finanzinstituten ignoriert, da deren Fokus auf wohlhabenderen Bevölkerungssegmenten lag. In Mexiko hat beispielsweise nur die Hälfte der 90 Millionen Erwachsenen Zugang zu einer Bank.[1] Dies hat digital ausgerichteten Unternehmen die Möglichkeit eröffnet, in den Markt einzutreten und grundlegende Finanzdienstleistungen anzubieten.
Die Digitalisierung des Finanzwesens hat neue Chancen im E-Commerce geschaffen. Noch vor zehn Jahren mussten viele Verbraucher in den Schwellenländern Onlinekäufe bei Lieferung bar bezahlen, was weder effizient noch sicher war. Infolgedessen haben E-Commerce-Plattformen für ihre Kunden Fintech-Lösungen entwickelt und damit neben ihrem Kerngeschäft neue Einnahmequellen und Geschäftsbereiche erschlossen.
Die nächste strukturelle Welle im E-Commerce ist der sogenannte „Quick Commerce“, der eine höhere Bestellfrequenz und die Deckung des täglichen Bedarfs mit einer engmaschigen Logistik kombiniert. Quick Commerce profitiert von der zunehmenden Urbanisierung der Bevölkerung in den Schwellenländern. Wie in den Industrieländern sind auch die Verbraucher in Schwellenländern zunehmend bereit, für Bequemlichkeit und Zeitersparnis zu zahlen. Die Unternehmen nutzen diesen Trend, indem sie ihr digitales Know-how aus der ersten E-Commerce-Welle einsetzen, um eine extrem schnelle Lieferung (in 10–30 Minuten) von Waren des täglichen Bedarfs anzubieten.
KI ist eine globale Chance
Die Spitzeninnovationen im KI-Bereich konzentrierten sich bisher vor allem auf die USA, doch die KI ist eine globale Chance. Anfang 2025 erklärte das chinesische KI-Start-up DeepSeek, sein Modell R1 könne auf weniger leistungsstarken Chips laufen und sei deutlich kosteneffizienter als seine Konkurrenten, auch die High-End-Modelle aus den USA. Diese Meldung war ein eindrückliches Beispiel dafür, dass KI-Innovation nicht länger auf US-Technologiekonzerne mit enormen Ressourcen und umfassendem Know-how beschränkt ist, zumal sich die KI-Revolution zunehmend von der Investitionsphase hin zu Anwendungen verlagert. Wie die USA räumt auch China der KI-Entwicklung seit Langem Priorität ein und befindet sich inzwischen in seinem eigenen KI-Investitionszyklus. Dieser Zyklus umfasst die Entwicklung großer Sprachmodelle (basierend auf DeepSeek) sowie weitere Komponenten des KI-Ökosystems wie die Hyperscaler Alibaba und Tencent.Zudem erfordert die KI eine enorme Infrastruktur, die angesichts ihrer hohen Komplexität und des massiven Investitionsbedarfs auf eine Beteiligung von Unternehmen aus aller Welt angewiesen ist. Die Halbleiterfertigung beispielsweise ist überwiegend in Asien angesiedelt, insbesondere in Taiwan und Südkorea. Die Unternehmen der Region spielen für den Ausbau der Infrastruktur eine entscheidende Rolle, von der Halbleiterproduktion bei Auftragsfertigern über Chipkomponenten bis hin zu Servern und Kühlsystemen. Da die Knotengrössen von Halbleitern immer geringer werden, steigen die Komplexität und der Umfang der erforderlichen Lieferkette.
Investitionsausgaben für KI steigen
Quelle: Bloomberg Intelligences
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