Fidelity: Strukturreformen werden zum Test für Abenomics
Alex Treves, Head of Equities Japan bei Fidelity Worldwide Investment
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe drängt seit seinem Amtsantritt im
Dezember mit Macht auf eine nachhaltige Belebung der Wirtschaft. Geld-
und steuerpolitisch hat das Land bereits schwere Geschütze aufgefahren.
Wenn Abes konservative Liberaldemokraten am Sonntag bei den Wahlen zum
Oberhaus die erwartete Mehrheit erringen, wird zumindest theoretisch
auch der Weg für Strukturreformen frei - der dritten und langfristig
wichtigsten Säule von "Abenomics". Welche Impulse gut für Japans
Wirtschaft und den Aktienmarkt wären, erklärt Alex Treves, Head of
Equities Japan bei Fidelity Worldwide Investment:
"Eigentlich ist klar, dass Shinzo Abe und seine Liberaldemokraktische
Partei (LDP) bei den Wahlen zum japanischen Oberhaus eine Mehrheit
erringen werden. Das jahrelange politische Patt in Japans zweiter
Parlamentskammer wäre damit überwunden. Abzuwarten bleibt hingegen,
wie weit der Wille der Regierung Abe reichen wird, diesen Handlungs-
spielraum tatsächlich zu nutzen, um Strukturreformen - die dritte
Säule des als "Abenomics" bekannten Plans zur Wiederbelebung der
japanischen Wirtschaft - anzupacken und auch gegen den Widerstand
fest etablierter Interessen durchzusetzen.
Geld- und fiskalpolitische Maßnahmen nicht genug
Mit der unter Zentralbankchef Haruhiko Kuroda eingeleiteten geld-
politischen Expansion und Abes begleitendem Konjunkturprogramm - den
ersten beiden Abenomics-Säulen - alleine wird es langfristig nicht
getan sein. Nach zwei Jahrzehnten relativer wirtschaftlicher Stagnation
braucht das Land eine strukturelle Erneuerung. Nur so lassen sich die
Innovationsfähigkeit und Produktivität der japanischen Wirtschaft
dauerhaft stärken und die Weichen für zukünftiges Wachstum stellen.
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